Erneut große Ehre für Schriesheimer Winzer

Genossenschaft ist bei der Badischen Gebietsweinprämierung zum siebten Mal bester Weinbaubetrieb der Badischen Bergstraße

Für Harald Weiss, den Weinbau-Ingenieur und Geschäftsführer der Winzergenossenschaft Schriesheim, ist es „ein Auftrag, unseren Weg der Qualität konsequent weiterzugehen“. Und für Friedrich Ewald, den Vorstandsvorsitzenden, bedeutet der neuerliche Erfolg „vor allem eine große Ehre für jeden einzelnen unserer Winzer“. Einige von ihnen, ergänzt er, kennen fast jeden Rebstock persönlich. So geht es eben zu im kleinsten und damit überschaubarsten Bereich des Badischen Weines.

Die Schriesheimer Winzergenossenschaft ist am Donnerstag (3. Nov. 2011) bei der Badischen Gebietsweinprämierung in Offenburg vom Badischen Weinbauverband erneut mit dem Ehrenpreis für den Bereich der Badischen Bergstraße ausgezeichnet worden – und damit als bester Weinbaubetrieb zwischen dem Kraichgau und der hessischen Landesgrenze. Wieder einmal – kann man sagen. Denn in acht Jahren seit 2004 haben die Schriesheimer Winzer diesen Ehrenpreis nun zum siebten Mal „abgesahnt“. Kein Betrieb an der Bergstraße war je erfolgreicher als dieser Zusammenschluss von rund 200 Erzeugern, die ihre Weinberge in Schriesheim, Hirschberg oder Dossenheim bewirtschaften. Insgesamt bilden 23 mit Goldmedaillen und acht mit Silbermedaillen bewertete Top-Weine die Grundlage für diese neuerliche Auszeichnung.

Bei der Badischen Gebietsweinprämierung zeichnet der Badische Weinbauverband in jedem Jahr den besten Betrieb des jeweiligen Bereichs mit einem Ehrenpreis aus. Dazu gehören jeweils die renommiertesten Winzergenossenschaften Badens wie Achkarren und Sasbach am Kaiserstuhl, Durbach in der Ortenau, Hagnau am Bodensee – und eben Schriesheim an der Bergstraße in der gleichen Liga. Dabei kommt es keineswegs auf die Menge der angestellten Weine an. Vielmehr ergibt sich aus verschiedenen Faktoren eine Durchschnittspunktzahl, die eine Vergleichbarkeit von großen und kleinen Betrieben ermöglicht.

Die Jury bewertete die ganze bunte Palette des Schriesheimer Weinbaus und hatte sich von der Qualität der ganzen Bandbreite überzeugen lassen. „Der Preis ist für uns auch deshalb so wichtig, weil er die Gesamtleistung und die Kontinuität belohnt“, erklärt Geschäftsführer Harald Weiss. Seit vielen Jahren sei der Schriesheimer Wein bei den Kellermeistern des Badischen Winzerkellers in Breisach in besten Händen.

Zu den süffigen Aushängeschildern der Schriesheimer gehören zum Beispiel der 2008er Spätburgunder Rotwein Barrique aus der Exclusiv-Serie, der im Land und bei der bundesweiten DLG-Prämierung nicht nur „Doppelgold“ geholt hat. Er errang auch eine Goldmedaille bei der internationalen Prämierung „mundus vini“ und wurde im Oktober vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA zum Wein des Monats gekürt.

Der 2009er Jahrgang ist unter anderem mit dem Sauvignon Blanc, dem Madonnenberg-Riesling und dem St. Laurent Barrique vertreten. Aber die meisten Goldmedaillen entstammen dem Jahrgang 2010 – und bilden den kompletten Rebsortenspiegel ab. Da ist der goldmedaillenbehängte Pinot Blanc de Noirs ebenso vertreten wie der Weißburgunder Kabinett trocken, der Grauburgunder im Qualitätsweinbereich ebenso als Kabinett, aber auch der Spätburgunder Weißherbst Kabinett sowie die schmelzige Chardonnay-Spätlese und der wuchtige Grauburgunder aus der Exklusiv-Serie. Der erneute Ehrenpreis gibt der Schriesheimer Winzergenossenschaft weiteren Rückenwind in einer Phase des Aufwinds. Die Weinlese 2011 ist nach Angaben von Geschäftsführer Harald Weiss „nahezu optimal verlaufen“. Der Umsatz und der Ruf des Betriebes steigt seit rund 15 Jahren stetig nach oben. Auch im aktuellen Gourmet-Varieté „Palazzo“ werden Schriesheimer Weine getrunken.

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